Folge 28 - Zu Besuch bei den Endproben der Zauberflöte
Shownotes
Für Rolando Villazón ist diese "Zauberflöte" die schwierigste Inszenierung, die er bisher gemacht hat - und genau damit beginnt der Blick in die Endproben der neuen Produktion für die Mozartwoche 2026: Oper in ihrem spannendsten Zustand, noch nicht komplett finalisiert, aber schon voller Energie. Ein Raum, in dem Details im Sekundentakt nachgeschärft werden, in dem Ideen auf Praxis treffen und in dem sich entscheidet, was wirklich trägt. Diese Folge führt mitten hinein in diesen Probenkosmos: in die Regiearbeit und den Zugriff auf das Werk, in die Entwicklung einer Figur wie Tamino, in die Fragen nach Kontext und Verantwortung bei heiklen Textstellen und in die musikalische Vorbereitung aus Sicht des Dirigenten. Regieassistentin Bettina Geyer gibt erst Einblicke in die Inszenierung. Und während Villazón sich wünscht, Mozart könnte gelegentlich selbst bei einer Probe dabei sein, würde Dirigent Roberto González-Monjas vermutlich nicht widersprechen, denn gerade die Quintette geben ihm in der Partitur bis heute Rätsel auf. Tenor Magnus Dietrich ergänzt die Innenansicht aus der Szene: worin er Tamino lange unterschätzt hat und was er an der Rolle erst in den Proben wirklich entdeckt.
Mozartwoche 2026 (Infos, Termine, Tickets & Überblick) Hör-Tipp zur Vorbereitung: „Fakt oder Fiktion? Die Zauberflöte unter der Lupe“
In dieser Folge hören Sie: Bettina Geyer · Magnus Dietrich · Ulrich Leisinger · Roberto González-Monjas · Rolando Villazón
Moderation: Larissa Schütz
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Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:00:12: Wir sind Mozart.
00:00:13: Ich bin Larissa Schütz und heute nehme ich Sie mit an einen Ort, an dem wir als Publikum normalerweise nicht kommen.
00:00:19: In die Endproben der neuen zauberflöten Produktion für die Mozartwoche.
00:00:25: Ich habe mit Bettina Geyer, der Regieassistenz von Rolando Villasson, über die Idee hinter dieser Inszenierung gesprochen.
00:00:31: Mit Tenor Magnus Dietrich über Tamino und darüber, was er bei den Vorbereitungen Neues an seiner Rolle entdeckt hat.
00:00:38: Ulrich Leisinger, der Dramaturk der Produktion, ordnet ein, wie man heute mit präsenten Textstellen umgeht.
00:00:44: Und zum Schluss habe ich noch mit Roberto Gonzales Montres gesprochen, was ihm als Dirigent am meisten Freude bei der Zauberflöte macht und an welcher Stelle er Mozart gerne um Rat bitten würde.
00:00:55: Mittagspause auf der Probebühne.
00:00:58: Mitina Geyer nimmt sich in ihrer Mittagspause Zeit für meine Fragen.
00:01:01: Dass sie ihre Fragen zum Werk dieser Produktion direkt dem wissenschaftlichen Team der internationalen Stiftung Mozartium stellen kann, ist eine großartige Erfahrung, wie sie mir erzählt hat.
00:01:11: Das hatte ich noch nie in der Tat und das finde ich total spannend, dass man wirklich sagen kann, um Moment, zu welchem Zeitpunkt ist Mozart noch mal gestorben?
00:01:19: und jemand liefert dir sofort die Antwort oder liefert sofort eine entsprechende Briefstelle, wo was erwähnt ist.
00:01:27: Und ich habe schon das Gefühl, dass all dieses Hintergrundwissen enorm reinspielt in die ganze Inszenierung auch oder in den Umgang.
00:01:35: Nun gibt es ja nun auch als Besonderheit Mozart als Person auf der Bühne und das Das finde ich also mit diesem wissenschaftlichen Hintergrund und in der Übersetzung ins Theatrale, macht das unglaublich viel Spaß und da eröffnen sich auch noch mal neue Welten, um das mit der Zauberflötengeschichte zu verbinden.
00:01:52: Richtig gehört.
00:01:54: Ohne schon zu viel zu verraten, Mozart wird als Person selbst Teil der Inszenierung sein.
00:01:59: Die Idee stammt von Regisseur Rolando Veasson, wobei Eigentlich auch von Mozart selbst.
00:02:04: Er hat in einem anderen Kontext auf dieses berühmte Mozart-Porträt gestoßen.
00:02:11: Dass wir alle kennen mit der weißen Perücke und dem roten G-Rock und so.
00:02:16: Und das hat ihn so
00:02:17: angeschaut.
00:02:18: Als hätte er gesagt, ich bin der Ausgangspunkt dieser ganzen Zauberflöte.
00:02:23: Und das hat er dann als Inspiration genommen.
00:02:25: Und das ist eben auch eine sehr spannende Konzeption.
00:02:31: Alle Figuren immer auch als Aspekte von Mozart selbst zu sehen.
00:02:36: Papageno ist sehr spielerische Part.
00:02:39: Aber auch die Königin der Nacht und Sarastro findet sich eben alles in der Person Mozart selbst wieder.
00:02:50: Dadurch wird es wirklich sehr spannend für uns.
00:02:52: Und es ist auch jetzt schön, im Probenprozess solche Momente zu entdecken, die dann plötzlich nochmal eine ganz andere doppelte Bedeutung bekommen.
00:02:59: Wir haben kurz vor kurzem
00:03:01: die
00:03:02: berühmte Feuer- und Wasserprobe geprobt.
00:03:05: Und das ist ja immer so eine, sag ich mal, so ein bisschen so eine Angststelle für jeden Regisseur, weil man nämlich weiß, oh Gott, was soll ich da machen, dass es nicht albern ist, aber trotzdem irgendwie beeindruckend.
00:03:17: In dieser Verbindung haben jetzt eben Tamino und Pamina, die sich in die Prüfungen begeben und Mozart ist aber eben als Person auch anwesend und leitet sie da oder sie leiten ihn.
00:03:29: und wenn man bedenkt, dass es eben das Mozart auch am Ende seines Lebens dann schon war, also in dieser Inszenierung und auf einmal hat das in der Probe sowas berührendes bekommen, diesen Komponisten.
00:03:41: zu sehen und sich vorzustellen, wie er sowas komponiert und diese Musik komponiert.
00:03:46: Und dabei weiß, dass sein eigenes Leben vielleicht auch nicht mehr so lange dauert, weil er schon so krank ist.
00:03:51: Und dann, also das war, da hatten wir alle Tränen in den Augen in dem Moment.
00:03:56: Trotz dieser künstlerischen Freiheit, die Rolando Veasson sich da mit seiner Mozart-ID nimmt, plant das Team mit der Zauberflöte bei der Mozart-Woche keinesfalls eine abstrakte Neuinterpretation.
00:04:07: Sie wollen?
00:04:07: Ja,
00:04:08: also auf jeden Fall zelebrieren, also ... Wir wollen keinen Abstand davon nehmen.
00:04:12: Wir wollen eine sinnliche, eine lustige Zauberflöte machen und keine Abstrakte.
00:04:17: Es geht eben auch darum, das Stück an sich so zu feiern, wie es ist.
00:04:23: Und dann müssen diese ganzen Sachen vorkommen.
00:04:26: Und es wird auch, glaube ich, sehr spektakulär werden.
00:04:28: Ich sage nur, Königin der Nacht.
00:04:30: Also, da gibt es sehr gute oder aufwendige Ideen.
00:04:35: Natürlich ist jetzt nicht alles ... immer nur über den ganz großen Bühneffekt zu lösen.
00:04:41: Manchmal ist es eben auch eine spielerische Lösung.
00:04:44: Aber... Wir wollen schon dieses Bedienen, diesen Kosmos-Zauberflöte.
00:04:52: Rolando sagt immer, eigentlich spielen wir eine ganz klassische Zauberflöte, aber wir fügen halt was hinzu.
00:04:58: Wir fügen diesen Kontext mit Mozart hinzu und da gibt es eben ganz viele Querverbindungen und es entwickelt sich dann dadurch eine etwas andere Interpretation.
00:05:08: Aber das Stück an sich soll wirklich ernst genommen werden.
00:05:14: Sehr ernst nehmen Bettina Geier und der Rest des Regitteams auch Mozarts eigene Ideen zur Zauberflöte.
00:05:20: Dank Briefen und anderen Autografen lassen sich nämlich einige davon noch heute rekonstruieren.
00:05:25: Sehr interessant war, dass wir einige Briefe gelesen haben, auch schon relativ früh, um uns diese Persönlichkeit Mozart eben zu nähern.
00:05:36: Und
00:05:37: dann interessanterweise auch konkret in der visuellen Ausgestaltung, als es nämlich um Bühne und Kostüme ging.
00:05:43: die auch Elemente verarbeiten.
00:05:46: Also wir wissen von den Briefen, von den Originalen, dass Mozart da auch ab und zu mal gekritzelt und gezeichnet hat und solche Zeichnungen werden sich auch wiederfinden, ein bisschen im Kostüm.
00:05:58: Und das war natürlich dann auch der totale Luxus, da schon den Zugang zu haben und da nachforschen zu können, wie er da, was hat er denn mal gemalt und das auch benutzen zu können.
00:06:10: Mozart's Nähe ist ein besonderer Umstand.
00:06:13: Auch für Tinoor Magnus Dietrich.
00:06:14: Er singt den Tamino und hat mir in einer kurzen Probenpause erzählt, was es ihm bedeutet, Mozart's Musik in Mozart's Heimat Salzburg zu singen.
00:06:22: Ja, es ist natürlich schon speziell irgendwie in Salzburg eine Zauberflüte zu machen und vor allem dann auch noch eine Neuinszenierung.
00:06:33: Also da, ja, das ist ... Irgendwie eine große Ehre irgendwie auch, aber auch ein bisschen Druck natürlich.
00:06:41: Man möchte es natürlich besonders gut machen.
00:06:44: Und eine neue Inszenierung bietet immer die Möglichkeit, dass man die Rolle nochmal von anderen Seiten beleuchtet, dass man nochmal neue Farben findet, neue Aspekte der Figur, stimmlich neue Sachen entdeckt, auch mit einem neuen Dirigenten natürlich.
00:07:03: Deswegen finde ich das immer besonders spannend, wenn man eine Rolle eigentlich schon oft gemacht hat, aber dann doch noch mal Gelegenheit bekommt, dass man nicht immer das gleiche abspult, sondern auch noch mal einfach neue Dinge entdeckt in der Rolle.
00:07:15: Und die Inszenierung von Rolando bietet da auf jeden Fall die Möglichkeit, weil es einen Ansatz ist, den ich so noch nie gemacht habe.
00:07:25: Und ich finde das aber total super und macht großen Spaß.
00:07:29: Was Magnus ebenfalls großen Spaß gemacht hat, die Rolle des Tamino in den Proben noch einmal ganz neu zu entdecken.
00:07:35: Ja, vielleicht, dass sozusagen die Entwicklung innerhalb der Oper von der Figur des Tamino vielleicht sogar größer ist, als ich, glaube ich, bisher selber irgendwie angenommen habe.
00:07:50: Also, dass er doch jemand ist, der irgendwie sehr behütet, aufgewachsen ist und dann reingeschmissen wird in eine Welt, die ihm völlig fremd ist und plötzlich ... wird ihm irgendwas entrissen oder es fehlt plötzlich was und er begibt sich auf die Suche und auf ein Abenteuer, um was zu finden, wo er vielleicht noch gar nicht weiß, was es so genau ist.
00:08:18: Und das ist, glaube ich, genau die Suche nach etwas und das Abenteuer dahinter, wo man am Anfang vielleicht noch gar nicht weiß, was am Ende rauskommt.
00:08:27: Das ist so ein Aspekt, der mir so bisher noch nicht so stark zumindest.
00:08:35: glaube ich klar war.
00:08:36: Neben den Neuentdeckungen freut sich Magnus aber auch schon wieder auf das Bekannte in der Partitur.
00:08:41: Also was mir stimmlich zum Beispiel eigentlich am besten gefällt, ist so eine Kombination aus einer sehr filigranen, auch fast schon intimen, stimmlichen Herangehensweise, die man braucht für viele Stellen, sehr Mozart-typisch, sehr offen alles im Orchester, dass man wirklich perfekte Phrasen, Piani und so weiter, dass man das wirklich, da muss man wirklich extrem drauf achten, aber dass er eben auch, ich meine, er ist ein Prinz, er ist ein Held irgendwo auch.
00:09:15: Und dass diese Stellen auch sehr gut zur Geltung kommen, diese heldischen Stellen, die großen, die kräftigen Stellen und die Kombination aus beiden Stimmen, wenn man irgendwie so will, finde ich sehr reizvoll.
00:09:27: Und bevor es für Magnus wieder zurück in die Probe geht, habe ich ihm noch die Grätchenfrage gestellt.
00:09:33: Lieber klassische oder moderne Inszenierung?
00:09:37: Eine Kombination aus beiden.
00:09:40: Ja, weil, ich meine, wir leben im XXI.
00:09:45: Jahrhundert, deswegen muss man die Zauberflöte schon aus aktuellen Gesichtspunkten beleuchten.
00:09:51: Also, keine Ahnung, feministisch.
00:09:54: Und man muss einfach, finde ich, auch aufpassen bei der Zauberflöte.
00:09:57: Man muss das schon überdenken, was da gesagt und gesungen wird.
00:10:01: Das ist der moderne Ansatz.
00:10:02: Aber trotzdem sind glaube ich, in Anführungsstichen klassische Bühne im Bilder, Kostüme haben schon, finde ich, was schön ist.
00:10:12: Die können ästhetisch irgendwie sehr schön sein.
00:10:14: Also man muss jetzt ja nicht nur in Jeans und Hemd rumlaufen bei einer Zauberflütte.
00:10:17: Also vielleicht und wenn man diese beiden Aspekte irgendwie zusammenbringt, ist vielleicht kann eine tolle Zauberflütte entstehen.
00:10:25: Dass die von ihm angesprochenen, problematischen oder nicht mehr zeitgemäßen Formulierungen und Erscheinungen in einen entsprechenden Kontext gesetzt werden, dafür ist Ulrich Leisinger zuständig.
00:10:36: Wir kennen ihn hier im Podcast ja schon gut als Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der Stiftung.
00:10:41: Bei der Zauberflöte hat ihn Rolando Viason aber auch noch als Dramaturgen ins Team geholt und in dieser Funktion steht er dem Team an vermeintlich problematischen Stellen mit Rat und Tat zur Seite.
00:10:55: Ein
00:10:56: Weib sagt wenig, plaudert viel.
00:10:59: Oder an anderen Stellen, dass das dann irgendwelche dummen Gedanken sein, die dann von Frauen weitergetragen werden und solche Sachen.
00:11:11: Dann klingt das natürlich auf den ersten Moment schon ziemlich
00:11:15: krass.
00:11:17: Auf der anderen Seite, derjenige, der fürs Plaudern bestraft wird, sind ja nicht die Frauen, sondern das Papageno.
00:11:25: zeigt also, dass Männlein und Weibleing gleichermaßen zum Plaudern neigen.
00:11:30: Und das Wichtige, und ich glaube, das ist auch ein interessanter Aspekt.
00:11:34: Weswegen wir das mit der Zensur der Zauberflöte nicht so sehr übertreiben sollten, diese Theaterstücke hat man ja nicht einfach aufgeführt, sondern die mussten dem Zensor vorgelegt werden.
00:11:45: Und diese Zensur war wesentlich strenger als was wir heute in Mitteleuropa kennen.
00:11:50: Es gibt jetzt andere Länder, wo das wieder anfängt, dass die Zensur und missliebige Sachen nicht gesagt werden können.
00:11:57: Und wenn jetzt der Theater-Sensor von siebten und neunzigte Überzeugung ist, dass man dieses Stück guten Gewissens auf die Menschheit loslassen kann, dann brauchen wir da glaube ich nicht jetzt an jeder Stelle sozusagen eingreifen.
00:12:11: Und das Wichtige an diesen ganzen Geschichten war eigentlich, dass Theater einen bildenden Auftrag haben sollte.
00:12:20: Und das deswegen wichtig war, dass Schlechtetaten bestraft und das Gute im Endeffekt siegt.
00:12:29: Passt auch Rolando Besten ins Bild, dass also nach aller Dunkelheit dann am Ende das Licht steht.
00:12:36: Und von daher sind diese Aspekte halt wirklich ein bisschen genau abzuwägen.
00:12:42: Und wenn immer mal auf das eine
00:12:44: abzielt,
00:12:45: dann muss man gucken, ob das nicht an anderen Stellen auch so ist.
00:12:49: Der Text ist bei Ulrich Leisinger also in sorgsamen Händen.
00:12:52: Die Musik ist es ebenfalls.
00:12:54: Roberto González Monjas dirigiert bei der Mozartwoche im Jahr die gesamte Oper.
00:13:01: Ich habe ihn per Videocall zu Hause in Spanien erreicht.
00:13:04: Während er gerade seine Sachen für Salzburg gepackt hat, apropos Vorbereitung, wie bereitet er sich als Dirigent eigentlich auf ein so großes Werk vor?
00:13:13: Das sind vielleicht vor neun oder zehn Monaten.
00:13:19: Das war meine ... erst der richtige Begegnung mit der Partitur, hin und her, jeder Ton, jeder Melodie, jede Begleitung und die Recherche.
00:13:32: So nicht nur einfach den Text kennenzulernen, sondern auch irgendwie, was ist die Tabeflöde, warum, woher kommen die Elemente, was ist den Kontext, was gibt es... Arten von ästhetische Einflüsse einfach in den Stoff kennen zu lernen.
00:13:54: Textgeschichte, diese ganze Idee der Märchenoper, die Effekte, monstarzeigene Welt.
00:14:04: Und ja, glaube ich, das hat mir so sechs gute Monate genommen.
00:14:10: Dann habe ich alle Orchestermaterialien auch vorbereitet.
00:14:13: Das war im Sommer.
00:14:14: Und dann habe ich es ein bisschen so in Ruhe gelassen, bis dann Anfang Dezember, mit dem Anfang der Szenischeprom.
00:14:24: Und das heißt, ich bin dort als Dirigent, auch wenn es nur ein Klavier gibt.
00:14:28: Und da fangen wir an, zusammen mit Rolando einfach diese ganze Szenische Seite zu.
00:14:35: Ich darf auch musikalisch mit dem Solisten und dem Chor arbeiten.
00:14:40: Wir sprechen über Tempi, über Stil, über Fressen.
00:14:44: Was machen wir hier?
00:14:45: Wie schaffen wir diese Rezitative bieten?
00:14:49: Alles möglich.
00:14:50: Und bis zum Mozartwoche dann kommen die Orchesterproben, dann Orchester-Toristenproben, dann Bühneproben.
00:14:57: Und plötzlich hat man das Gefühl, okay, jetzt kommt alles zusammen.
00:15:00: Es ist ein sehr langes Prozess, ein Opfer zu vorbereiten.
00:15:03: Aber ich liebe es.
00:15:04: Es ist eine meine absolute Lieblingssache in der Welt der Musik, eine Opfer zu vorbereiten.
00:15:10: Weil es so lange gezogen ist als Prozess.
00:15:13: Da bekommt man daraus Freude die ganze Zeit.
00:15:16: Und große Freude machen ihm in der Zauberflöte ein Park ganz bestimmte Stellen.
00:15:45: gemütliche Seite, aber auch diese sehr ernsthaftigkeit.
00:15:50: Es gibt auch diese, wie ich sage, diese moralisierende Abschnitte.
00:15:54: Es ist alles da drin in diesen Nummern.
00:15:56: Aber mir macht auch eine andere Sache Spaß und das ist diese persönliche Entwicklung der Nummern.
00:16:05: Man hat dieses Gefühl, die Rollen, zum Beispiel in der Pamina oder in Tamino, sie werden nicht dieselbe sein, am Anfang oder am Schluss eine Art, diese Entwicklung der Aktionen, der was passiert oder auch was in der Seele der Rolle auch passiert.
00:16:26: Ich meine zum Beispiel, Pamina fängt diese Acht, ich fühle es nur mit vielleicht Verwirrung oder... oder Verzweiflung, aber am Ende hört man schon, dass sie vielleicht doch diese Selbstmordidee schon während des Arias entwickelt hat.
00:16:44: Und diese menschliches Porträt, das, was Mozart am besten macht, glaube ich, in der Geschichte der Musik, das macht besonders Spaß in der Zauberflöte.
00:16:56: Das sind ja vielleicht die letzte Monate von Mozart zu leben und diese Kenntnis, diese Intuition auch dafür.
00:17:03: Ja, das ist schon unglaublich zu sehen und zu spüren und auch mit der Musik irgendwie zu unterstützen.
00:17:12: Roberto hat die Partitur mittlerweile schon fest in den Knochen und trotzdem gibt es Punkte, die Interpretationsspielraum lassen.
00:17:20: Wenn er Mozart persönlich eine Frage zur Zauberflöte stellen könnte, dann wäre es diese.
00:17:25: Eigentlich ganz spezifisch.
00:17:28: eine ist der Nummer sieben, dieser Duett zwischen Parmina und Papageno und dort sieht man Mozart hat viele Korrekturen gemacht und auch einige Sachen sind nicht besonders klar, es gibt ein paar Löcher in der Textur.
00:17:46: So spezifisch würde ich ihm Das fragen.
00:17:49: Aber natürlich, ich würde dann hoffen, mich nur eine Minute zu haben, so einen hoffentlich vierundstzwanzig Stunden, wo ich ihm einfach die ganze Zeit fragen, schwimmen könnte.
00:17:58: Aber spezifisch das nur, weil es wirklich ein großes Fragezeichen ist.
00:18:03: Ich habe eine Meinung dazu und so.
00:18:06: werde ich es auch in unsere Aufführungen machen, aber ob das richtig ist oder nicht, weiß ich nicht.
00:18:13: Ich werde weiter recherchieren und schauen, aber da gibt es schon ein paar Mysterien, sagen wir so.
00:18:21: Es passt sehr gut zum Opa sowieso.
00:18:24: Nach allen Gesprächen, die ich während der Endproben geführt habe, ist eines klar.
00:18:28: In der neuen Zauberflöte für die Mozart-Woche-Zwei-Tausend-Sech-Zwanzig fließt jede Menge Herzblut.
00:18:34: Und deswegen ist Bettina Geier zum Schluss eine Botschaft an das Publikum ganz wichtig.
00:18:39: Und zwar, dass die Zauberflöte ewig ist.
00:18:43: Die Musik von Mozart ist ewig und unvergänglich.
00:18:46: Und das wäre eben auch schön, wenn das rüberkommt, und zwar für ... Alle Zuschauer, die dort kommen, ob klein, ob groß, ob alt, ob jung, dass jeder sozusagen seine Zauberflöte damit nehmen kann, die auch wiederfindet.
00:19:00: Natürlich kann man das nicht jedem recht machen, aber die Hoffnung ist, dass natürlich die einen werden eher das eine sehen und die anderen eher das andere sich eher auf die Geschichte konzentrieren oder sich auf die Rahmenhandlung oder den wissenschaftlichen Hintergrund.
00:19:16: Aber über allem ... triumphiert die unvergängliche Musik von Mozart.
00:19:21: Mit diesen schönen Worten verabschiedet sich Bettina zurück in die Probe.
00:19:25: Und gerade, als ich unser Podcast-Mikrofon schon wieder zurück ins Köffechen packen will, passiert eine Überraschung.
00:19:31: Die Türe geht auf und Rolando Viason kommt herein und er nimmt sich noch kurz Zeit für eine Frage.
00:19:38: Wie ist es für ihn, die Zauberflöte in Mozarts Heimat zu inszenieren?
00:19:43: Es ist eine schwierige, schwierigste Oper, die ich je inszeniere.
00:19:46: Das ist meine fünfte Erfahrung mit Inszenierung.
00:19:52: Es ist schwierig, weil es ein Meisterwerk ist.
00:19:55: Was, weil es hat alles da drin.
00:19:59: Es freut mich, riesig Inspiration von alle, die Kollegen, von meinem kreativen Team, von alle die Solisten und Solistinnen, von Roberto, unser Dirigent und von dem Team in generell.
00:20:15: Und natürlich, ich freue mich, die beste Dramaturk zu haben von unserer Wissenschaft Abteilung, der Chef unserer Wissenschaft Abteilung, Doktor.
00:20:25: Ulrich Leisinger.
00:20:26: Der Ulrich ist einfach fantastisch.
00:20:29: Die Kollaboration, die drei Säulen der Stiftung Mozartium Museum, Wissenschaft, Abteilung und künstliche Abteilung, wie wir zusammenarbeiten für dieses Projekt.
00:20:42: Es ist immer interessant zu sehen, wie etwas, das geboren ist in meinem Zimmer, eine Idee, die ich hat für Stunden und manchmal für Tage gedacht und entdeckt und geputzt.
00:20:59: zum leben kommt durch die talent durch die kreativität durch die den auch von von alle andere menschen die participieren die die sind teil von von diese und dann am ende ist gehört zu der leute auf der bühne.
00:21:14: so das ist immer schön zu sehen.
00:21:18: aber besonders für mich und neu für mich ist jeden tag stundenlange diese musik zu hören diese operat zu hören das das bringt.
00:21:27: Das ist immer Licht, das berührt mich und ich bin sehr glücklich, dass ich das machen kann.
00:21:39: Also ich bin sehr dankbar, dass der künstlerische Leiter Stiftung Mozart mich engagiert hat.
00:21:45: Und wie schon Roberto habe ich auch ihn gefragt, was würde er Mozart fragen?
00:21:51: Naja, ich würde ihm fragen, erst zu einer Probe zu kommen und dass er schaut und sagt mir, was er denkt und ob er macht, also diese Ehre, die wir machen in unserer Inszenierung für ihn.
00:22:07: Und auch... über diese Balance zwischen seriös zu sein, die tiefe Teil von die Zauberflöte und natürlich dann die komische Teil von die Zauberflöte.
00:22:22: Die Spaß, die man muss dazu haben, die Märchen, die es gibt und dann die tiefe Gedanke und Gefühle, die sind auch da drinnen und so zu bleiben, zu blieben.
00:22:38: tiefe, wunderbare Momente.
00:22:43: Es ist wirklich eine komplette Palette von Emotionen, die es gibt hier.
00:22:48: Aber ich glaube, dass er war.
00:22:57: Der Mozart war natürlich ein großer Dramaturg und so dramaturgische Fragen würde ich ihm bestellen und die sind verbindend zu, wie er hat gedacht, die musikalische Momente gemeinsam mit die dramatische Richtung, wie viel die Stille zählt zum Beispiel, besonders in der zweite Akt zwischen einem Zwischen eine Szene und den anderen, in der es ist einfacher das zu machen.
00:23:29: In der zweiten Art gibt es viele ... Wechseln von einem Ort zu den anderen und senden.
00:23:36: Und wie er hat einmal gesagt, wie die Stille ist wichtig in Musik.
00:23:41: Also wie viel von dieser Stille ist gebraucht.
00:23:44: Von einem Moment zu den anderen in den Lauf der Opera und so weiter und so fort.
00:23:50: Und ich würde ihm fragen auch, kannst du mit mir ein Bier trinken?
00:23:53: Ich einlade.
00:23:55: Da hätte Mozart bestimmt nicht nein gesagt.
00:23:58: Die internationale Stiftung Mozartium und ich wünschen Ihnen auf jeden Fall jetzt schon einmal viel Spaß bei der Mozartwoche.
00:24:06: In dieser Zeit während des Festivals begleiten wir Sie auch mit einigen Sonderfolgen.
00:24:11: Damit Sie diese spannenden Backstage-Einblicke nicht verpassen, abonnieren Sie unseren Podcast am besten gleich hier.
00:24:17: In den Show Notes finden Sie das gesamte Programm zur Mozartwoche und als kleine Vorbereitung empfehle ich Ihnen auch noch einmal unsere Folge zu den Mythen rund um die Zauberflöte.
00:24:27: Den Link dazu packen wir ebenfalls in die Show Notes.
00:24:30: Also dann bis zur Mozartwoche
00:24:37: in
00:24:39: Salzburg.
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