Mozartwoche 26 Spezial - Der kleine Konzert-Knigge
Shownotes
HALBZEIT BEI DER MOZARWOCHE 2026
Was ziehe ich an? Was mache ich, wenn ich zu spät bin oder husten muss? Falls Sie sich diese Fragen auch schon einmal gestellt haben, kommt hier ihr Guide zu einem entspannten Konzertbesuch.
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00:00:01: Wir sind Mozart, der Podcast der internationalen Stiftung Mozartium.
00:00:14: Kaum zu glauben, aber wir haben schon Halbzeit unseres schönen Festivals.
00:00:18: Wir hoffen, sie hatten schon viele schöne Erlebnisse.
00:00:20: Falls sich dabei Fragen bezüglich ihres Konzert- oder Opernbesuchs aufgetan haben, nutzen wir die Halbzeitpause, um sie fit für einen entspannten Veranstaltungsbesuch zu machen.
00:00:30: Was ziehe ich an?
00:00:31: Was mache ich, wenn ich zu spät bin oder husten
00:00:34: muss?
00:00:34: Hier kommen unsere Top drei Tipps, präsentiert von einer unserer Lieblingsstimmen aus der Reihe Briefe und Musik, Stefan Wilkening.
00:00:45: Vergessen Sie, das alte Vorurteil als Konzertbesucher müsse man in Robe und Smoking erscheinen.
00:00:52: Sie sollen sich wohlfühlen.
00:00:54: Aus Respekt vor den anderen Besuchern wäre es jedoch nett, wenn sie Bademantel und Flipflops zu Hause lassen.
00:01:02: Da sie bis zur Pause durchschnittlich eine Stunde auf ihrem Platz sitzen, raten wir ihnen bereits zu Hause, die Warnsignale eines rebellierenden Reißverschlusses nicht zu ignorieren und ihren Komfort zu berücksichtigen.
00:01:16: Der kann durchaus elegant sein.
00:01:19: Generell gilt außer mit Applaus.
00:01:22: können sie den Konzertabend auch mit ihrer Kleidung würdigen.
00:01:26: Und das freut nicht zuletzt die Künstler.
00:01:33: Knapp ist immer kurz davor, aber nicht zu spät.
00:01:37: Auf den letzten Drücker zu kommen, kann schon mal passieren.
00:01:41: Außer dem Zorn der Reihe, die sich gesammelt für sie erheben muss, zieht ein Last-Minute-Platz nehmen, keine weiteren Konsequenzen nach sich.
00:01:50: Sind die Saaltüren allerdings erst einmal geschlossen, können sie erst Ende des ersten Werkes Platz nehmen.
00:01:57: Zwischen den einzelnen Sätzen ist dies nicht möglich, was sie als üblicherweise pünktlicher Besucher bestimmt zu schätzen wissen.
00:02:10: Der Hinweis vor den Konzerten, ihre Mobiltelefone auszuschalten, ist nicht nur zum Besten der anderen, sondern auch zu ihrem.
00:02:19: Wenig ist unangenehmer, als während Mozarts Jupiter-Sinfonie Schuld an einer Unterbrechung durch Beethovens für Elise zu sein.
00:02:31: Was ihren kratzenden Hals angeht.
00:02:34: Der große Saal der Stiftung Mozartheum ist nicht zuletzt wegen seiner exzellenten Akustik weltweit bei den größten Klassikstars als Aufnahmeort gefeiert.
00:02:45: Dies bedeutet allerdings auch, dass jedes noch so kleine Husten bis in die letzte Ecke des Saals deutlich hörbar ist.
00:02:53: Der beste Helfer in der Not ist daher stets ein Hustenbonbon in der Hosen- oder Handtasche.
00:02:59: Zur Not dämmt der Jackenärmel oder Schal.
00:03:02: Wer seine Werke im Kopf hat, kann mit dem Husten auch bis zum nächsten Fortissimo abwarten.
00:03:09: Dies empfehlen wir aber nur absoluten Partiturprofis.
00:03:13: Und was das Lieblingsgeräusch eines jeden Künstlers angeht, der Applaus.
00:03:19: So gilt am Ende, je besser es Ihnen gefallen hat, umso mehr Gas dürfen Sie beim Klatschen geben.
00:03:26: Zwischen den einzelnen Sätzen verzichten Sie lieber auf Zwischenklatscher.
00:03:31: Dies zerstückelt die Gesamtwirkung des Werks unschön.
00:03:34: Und schließlich soll man den Tag ja auch nicht vor dem Abend
00:03:38: loben.
00:03:42: der Podcast der internationalen Stiftung Mozartium.
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