Mozart in Lateinamerika

Shownotes

"Mozart wäre ein guter Kubaner gewesen", sagt Hornistin Sarah Willis. Die Kubaner lieben Mozarts Musik jedenfalls sehr und deswegen verbindet Kuba nicht nur eine enge Freundschaft mit Mozarts Heimat, sondern auch ein Herzensprojekt der Internationalen Stiftung Mozarteum: das Havana Lyceum Orchestra. In dieser Folge erzählt Maria Reiser, die das Projekt für die Stiftung betreut, warum Orchesterreisen aus Kuba eine echte organisatorische Herausforderung sind, wie das Orchester zu einem der besten Lateinamerikas wurde und, warum die Musiker schon einmal spontan die Bremsblöcke des Nachbarn ausgebaut haben, um rechtzeitig zum Konzert zu kommen.

In dieser Folge hören Sie: Maria Reiser, Johannes Honsig-Erlenburg

Moderation: Larissa Schütz

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Transkript anzeigen

00:00:01: Wir sind Mozart, der Podcast der internationalen Stiftung Mozartium.

00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:12: Wir sind Mozart.

00:00:13: Ich bin Larissa Schütz und in unserer vorletzten Folge haben wir uns angesehen, wo überall auf der Welt die internationale Stiftung Mozartium Partnerprojekte hat.

00:00:23: Und dieses Mal wollen wir uns ganz auf Lateinamerika konzentrieren – Kolumbien und Kuba!

00:00:29: Gerade das Kuba-Projekt in Havana hat sich in den letzten Jahren extrem entwickelt.

00:00:34: Alles begann mit einer Mozartbüste in Havanna.

00:00:37: Johannes Honzig-Erlenburg Präsident der internationalen Stiftung erinnert sich, wie aus dem Besuch damals die Geburtsstunde eines Orchesters wurde.

00:00:46: Ich bin in einem eigentlich lächerlichen wirkenden Grund.

00:00:53: Das Land Salzburg hat das Stadthaber an eine Mozartbüste geschenkt.

00:00:58: Ja okay, dann wollte ich gebeten kann man da kannst du dorthin fahren?

00:01:03: weil von der politischen Seite war es doch vielleicht nicht ganz so oberton in das doch eigentlich fast eines der letzten postkommunistischen Länder zu reisen.

00:01:11: Ja, ich bin dort hingefahren meine Frau war mit und wir sind dann bei dieser Eröffnung gewesen und gleich hat sich um uns herum geringt eine Gruppe von Menschen die sich als Musik-Professionisten in der klassischen Szene und danach sehr stark sofort auch gleich das Mozart-Thema und daraus Der Wunsch auch ab könnte ja nicht irgendwas mit entwickeln und helfen.

00:01:37: Und da waren dann eigentlich, nachdem man schon damals auch den später so erfolgreichen Dirigenten José Antonio Mendes Padrón, Pepito war auch schon in dieser Gruppe dabei der unglaubliche Fähigkeiten hat.

00:01:54: Er ist Orchesterchef und Orchesterleiter aber kein Orchester aus einer Gruppe von jungen Menschen die sich um ihn geschadet haben.

00:02:04: helfen wir doch mit, dass da diese Orchesterschule aufgebaut wird.

00:02:07: Und das ist die Geburtsstunde vom Liseum gewesen und heute – mit größten Schwierigkeiten heute!

00:02:15: Das Havana-Liseumorchesterschwierigkeiten deswegen weil die Situation in Kuba derartig desaströses, wirtschaftlich und was die Zukunft betrifft wissen wir alle nicht.

00:02:27: Aber dieses Orchester hat sich daraus entwickelt und über Jahre hat sich eine enge Freundschaft jetzt gänzlich unpolitisch, immer aber auch mit Offenheit und Bereitschaft der kubanischen offiziellen Stellen entwickelt.

00:02:46: Und wunderschöne Momente dort erlebt.

00:02:50: Was hauptsächlich positiv gelungen ist den Menschen da dadurch dass sie In diese Orchesterschule eintreten konnten, war eine Perspektive gegeben im eigenen Land bleiben zu können.

00:03:04: Heute jetzt keine Perspektiven mehr mit geringen Einschränkungen ausnahmen weil man mit dem Orchester zumindest auch noch den Relikten der Musik hört die jetzt noch in Kuba sind das Land verlassen kann.

00:03:20: Die Hälfte mehr oder weniger der aktiv Mitwirkenden ist ja schon außerhalb von Cuba.

00:03:25: Sie kommen immer wieder zusammen und spielen, aber es ist... Und was jetzt?

00:03:31: warum denn überhaupt da so viel Energie?

00:03:34: Es ist unglaublich wie sie ihre Interpretation gestalten also teilweise einzigartig natürlich in einer höchsten Musikalität und mit einem hohen technischen Können.

00:03:47: Cubana sind auf Elite gedrillt das haben sie mitbekommen sozusagen politischen, leider Linie.

00:03:54: Aber gut für die Musik kein Fehler und bleibt gleichzeitig eine tiefe

00:04:00: Musicalität.".

00:04:01: Das Orchester ist inzwischen immer wieder zu Gast in Salzburg und gibt gefeierte Konzerte in der Stiftung.

00:04:07: Damit diese Konzert funktionieren und die Musikerinnen und Musikern die weite Reise über den Atlantik überhaupt antreten können braucht es viel Unterstützung bei der Organisation.

00:04:16: Zum Glück gibt es Maria Reiser.

00:04:18: Sie betreut fast alle internationalen Projekte, die bereichsübergreifend sind – von der Konzeption bis zur Durchführung hat sie alles im Griff!

00:04:26: Ich habe sie in der Villa Vicina in Salzburg getroffen und mit ihr über die beiden Partnerprojekte in Lateinamerika gesprochen, die sie betreute.

00:04:33: Die Iberakademie in Kolumbien, die junge talentierte Musiker fördert, haben zum Beispiel ein Staukonzert bei der Mozartwoche gestaltet und dann das bereits erwähnte Havana Lycium Orchestra aus Kuba.

00:04:45: dass mittlerweile ein echtes Profi-Orchester ist.

00:04:48: Seit sechs Jahren arbeitet Maria intensiv mit ihnen zusammen und ich wollte wissen, welche Meilensteine sie in der Entwicklung sieht?

00:05:02: als Stiftung unterstützt haben, dass man dort einen Serverraum einrichtet das sie wirklich Zugang haben.

00:05:08: Da war unser Chef der IT.

00:05:12: Josef Ehrlinger war dann auch tatsächlich drüben hat dort Computer und so weiter eingerichtet.

00:05:17: aber seitdem muss ich sagen Ich glaube für mich der größte Meilenstein war nach der Corona-Pandemie Das Orchester nach Europa wiederzuholen Und quasi diesen Staat wieder zurück ins kulturelle Leben zu bringen vor allem ein Land wirklich so schwer gebeutelt ist, wie Cuba das einfach wieder aktiv reinzubringen bei uns nach Europa.

00:05:40: Ja also da sind einfach auch... politische Grenzen teilweise gesetzt.

00:05:44: Aber jetzt hat es ja gut geklappt, sie waren da im Jänner bei der Mozartwoche und eben davor auch öfter zu hören.

00:05:51: Das heißt wenn wir vielleicht mal gerade dabei bleiben ist das der organisatorische Aufwand, der ist größer als wenn du ein europäisches Orchester hier herholst.

00:06:00: Sehr viel größer!

00:06:01: Da geht's viel um Visum.

00:06:04: also ein Visum zu bekommen ist nicht einfach für kubanische Musiker.

00:06:09: natürlich hat die Regierung dort Sorge, dass die Leute dann auch nicht mehr zurückkommen.

00:06:15: Es muss auch klar sein wie das finanziert ist.

00:06:18: da muss man quasi wirklich eben Einladungen schreiben und belegen können Dass wir uns hier kümmern Dann natürlich auch schauen dass die Flüge und so weiter alles klappen.

00:06:28: Da ist das Orchester mittlerweile wirklich extrem selbstständig auch Was der Arbeit ist nicht erleichtert.

00:06:35: aber Ja, also es geht wirklich von A bis Z bei einem europäischen Orchester so.

00:06:40: Man engagiert das.

00:06:42: Sie kommen und man zahlt die Gage und das war's.

00:06:44: Und bei uns ist es wirklich wenn sie kommen aber das macht ja auch Teil der Familie, der Stiftungsfamilie wird einfach alles mit geplant vom Flug bis zu den Mahlzeiten, die Gages und dann sind sie auch bei unseren Festen dabei usw..

00:06:57: Das heißt, lass uns die die Mozart-Woche einfach weiterhin als Praxisbeispiel nehmen.

00:07:02: Die ist am Anfang des Jahres und gestern war es glaube ich sogar mehr das neue Programm für die Mozartwoche.

00:07:12: Also wenn so ein Programm veröffentlicht wird ab wann geht's los mit Planung?

00:07:16: Ich darf glaube ich so viel verraten dass wir sicher schon in also wir sind schon in neunundzwanzig grundsätzlich mit den Planungen drinnen.

00:07:23: Und gerade wenn es um kube geht muss man da recht früh anfangen zu schauen, dass das einfach passt.

00:07:29: Dass man dann auch die Leute zusammenbekommt und sich das so ausgeht.

00:07:34: Wie viele Menschen sind in Salzburg vom Orchester?

00:07:37: Das kommt auf die Besetzung drauf an, die wir wollen fürs Orchester.

00:07:41: Es ist meistens eher ein Kammerorchester.

00:07:45: Wir hatten im Januar rund dreißig Personen.

00:07:50: Genau, geht aber auch größer.

00:07:52: Da ist dann zu sagen also das mittlerweile sind schon einige aus dem Orchester wirklich in Europa wo man je größeres wird, desto eher holt man die Kubaner, die in Europa leben dazu um das aufzustocken.

00:08:07: Okay, weil du jetzt gerade schon je nach Besetzung gesagt hast spielt oder spielen diese organisatorischen Aufwände von den Menschen gesprochen haben.

00:08:18: Spielen die dann bei der Planung des was wird im Konzert zu hören sein auch eine Rolle?

00:08:24: Nein tatsächlich nicht.

00:08:25: also da.

00:08:26: das ist mit Kuba wirklich ganz ganz schön weil sie haben künstlerisch genau diesen hohen Anspruch an sich selber, den wir eigentlich von allen unseren Orchestern, also alle eingeladenen Orchester haben den gleichen hohen Anspruch.

00:08:40: Und das Wichtigste für Jose Mendez-Badron ist der Hauptdirigent vom Orchester in Havana immer das Wichtigste.

00:08:51: Das Wichtigsteste ist der künstlerische Ausput.

00:08:53: Da spricht er auch ganz viel mit Rolando was das Programm sein soll und dann macht es möglich weil was man in Kubaner echt Lasmus ist, sie machen alles möglich.

00:09:05: Also das ist ... Ich war in Kuba, im Jahr zwanzig zweiundzwanzig und sie haben ein Konzert gespielt und dann haben Noten gefehlt aus irgendeinem Grund.

00:09:14: Und wer vielleicht mal in Kuber war weiß da ist es nicht so wie bei uns dass man schnell zum Drucker geht und man druckst die Noten aus sondern man muss erst einmal den Nachbarn eines Nachbars finden und dann hat man innerhalb von einer halben Stunde die noten gehabt Aber in unterschiedlichsten Papierformaten, also im amerikanischen Letter-Format waren ein paar in DINA IV.

00:09:36: Unterschiedliche Papiersorten, Farben manche schon bedruckt auf der Hinterseite aber es hat geklappt!

00:09:43: Also es wird dann möglich gemacht und das ist das genau da... Das funktioniert eben auch bei uns.

00:09:51: Wenn Pepito ein... Also sein Spitzname.

00:09:53: wenn Pepito einen Programm spielen möchte und das mit Rolando ausmacht Dann macht er alles möglich.

00:10:01: und dann haben wir nach ein schönes Orchester bei uns.

00:10:04: Sehr cool!

00:10:05: Kannst du uns mal mitnehmen auf deinen Kuba-Besuch?

00:10:10: In welchem Rahmen bist du dahin geflogen?

00:10:12: Das war eben auch, Nach dem Pandemieende war es uns eigentlich ganz, ganz wichtig unsere internationalen Projekte einfach auch wieder anzustoßen.

00:10:24: Es ist einfach super viel eingeschlafen.

00:10:27: und wer wirklich aktiver waren?

00:10:28: die Kubaner?

00:10:30: Dort ist das ja nicht nur das Orchester, dort gibt's eine Mozart-Gemeinde Und sie waren sehr aktiv haben uns eingeladen dass wir wieder kommen.

00:10:40: und unserem Präsidenten ist eben das Projekt auch sehr, sehr wichtig.

00:10:43: was man sagen muss jetzt jeder der das Projekt kennen lernt verliebt sich auch in das Projekt.

00:10:48: Und dieses Jahr, das war ... Das war mein erstes Mal, bis jetzt leider auch das einzige Mal dort und da haben wir dann auch Rolandu mitgenommen.

00:10:58: Also Rolandu hat dann auch gesagt okay er möchte dieses Projekt auch wirklich kennenlernen, möchte sehen wie das Projekt ist Spannend eben, Visor auch für uns zu organisieren.

00:11:13: Also wir brauchen als Europäer ein Visum dass wir nach Kuba fahren können also vom Präsidenten für mich aus Österreich heraus aber eben Rolando der in Frankreich stationiert das auch dort irgendwie diese Einladungen zu organisierten dass wir hinkommen können dass wir das organisieren dann die Absprachen natürlich im Vorfeld.

00:11:35: Was spielen wir also?

00:11:36: wie eigentlich ein normales Festival, aber halt mit Zeitunterschied und unterschiedlichen oder schwierigeren Strombedingungen?

00:11:45: Und als wir dort waren das war ganz witzig!

00:11:50: Es gibt immer so ein bisschen Vorgeschichte zum Geburtstag des Präsidenten.

00:11:54: ich glaube es war sein Ja, ich sag das Alter nicht.

00:11:57: Das war ein Rundergeburtstag unseres Präsidenten hat er festgemacht und gewünscht dass die Gäste unterstützten, dass wir in Kuba einen Bus kaufen können also dass man dass die Kubanen den Bus kaufen kann damit das Orchester innerhalb des Landes besser reisen kann mit den Instrumenten usw.

00:12:17: Dass es viel erleichtert.

00:12:18: diesen Bus gibt immer noch, dass ist schon ein paar Jährchen her.

00:12:23: Und genau an dem Tag, wo wir angekommen sind hat wohl eine Bremsblock irgendwie aufgegeben und dann haben sie uns mit zwei Autos abgeholt.

00:12:36: Am nächsten Tag ging der Bus wieder und ich war so wie schnell habt ihr den Bus repariert?

00:12:39: Nein!

00:12:40: Sie haben einfach nur... den Bremsblock vom Bus, vom Nachbarn ausgebaut.

00:12:44: Jetzt sind Bus eingebaut damit sie das Festival machen können und nach dem Festival also in fünf Tagen müssen Sie diesen Bremnsblock wieder ausbauen und wieder beim Nachbaren in den Bus einbauen.

00:12:54: Und deswegen... Also da sind so Sachen die machen das dann einfach möglich irgendwie und sie helfen alle zusammen.

00:13:02: Das war so mein allererster Eindruck.

00:13:08: Das wird spannend.

00:13:09: Und es hat aber eben alles einfach so funktioniert und die Leute sind einfach unglaublich herzlich, und man kommt dort hin.

00:13:15: also wir waren in einem kleinen Hotel das von Nonnen geführt wird ist wirklich was ganz ganz ganz schlichtes ganz ganz einfaches.

00:13:25: der Strom fällt also ist damals schon regelmäßig ausgefallen.

00:13:28: wer jetzt die Nachrichten hört weiß wahrscheinlich dass es einfach viel viel schlimmer ist.

00:13:34: also damals war uns halt Ausfälle von jeden Tag ein, zwei Stunden einfach mal kein Strom.

00:13:39: Mit dem kommt man gut klar dass es heute leider nicht mehr so.

00:13:43: aber auch fließendes Internet war nicht möglich.

00:13:50: dort ist es so man kann nicht eine eSIM kaufen weil auch dieses sim-Kartennetz nicht durchgängig funktioniert sondern wir konnten uns jeweils zehn Minuten internet kaufen.

00:14:03: also da konnte man quasi bei den Damen an der Rezeption, also bei den Nonnen an der Redaktion zehn Minuten Internet kaufen.

00:14:10: Was total spannend ist weil wir gehen ja von Gigabyte und Megabyte und so aus aber da waren es einfach zehn Minuten internet und so haben wir uns dahin gehandelt dass sie dann immer mit zehn Minuten gearbeitet haben bis wir das eine Kaffee gefunden haben das tatsächlich WLAN hatte wo man auch mal irgendwie vier fünf E-Mails am Stück schreiben konnte

00:14:33: Aber es hat ja geklappt, wie schön auch.

00:14:36: Dass da einfach angepackt wird handfest!

00:14:39: Wie können wir uns so generell den Alltag des Slesiumorchesters vorstellen dort?

00:14:44: Also haben die dort ... im Probenhaus oder wie kommen die zusammen und arbeiten zusammen?

00:14:50: Also

00:14:50: sie haben eben in der Mozartgemeinde, also das ist das Liseum Mossartiano de la Vanna.

00:14:56: So heißt die Mozartgemeine.

00:14:58: Die haben kleinere Büroräumlichkeiten wo wir damals während des EU-Projekts auch die Bibliothek usw.

00:15:06: eingerichtet haben.

00:15:09: Und dann haben Sie quasi eine Hauptkonzerthalle auch ganz spannend ehemalige Kirche, die zu einer Bank wurde.

00:15:20: Die jetzt ein Orchester Saal ist.

00:15:23: Ein unglaublich schöner Raum auch da mit viel Unterstützung also umgebaut dass man das in einen richtigen Konzertsaal machen kann und da wird geprobt und da werden Konzerte gespielt.

00:15:39: Also sie haben natürlich auch andere Spielstätten aber das ist quasi so wie die Heimatbasis vom Orchester.

00:15:46: Wie viele Leute können da zuschauen?

00:15:49: Ich glaube, so um die zwei bis dreihundert Personen durchaus.

00:15:53: Was da jetzt eher auch... Auch jetzt gerade ganz spannend war.

00:15:57: eben jetzt wo die Situation einfach in Kuba extrem schwierig ist und fast gar nichts mehr geht haben sie im vergangenen Wochenende noch ein Konzert auf die Beine gestellt wirklich mit einer Solistin und noch geprobt und gesagt okay das einzige was uns wirklich alle zusammenhält ist einfach die Musik und die Kultur Kommt einem immer alles, weil da weiß man dann wieder, warum das so ein Herzensprojekt eigentlich ist.

00:16:22: Also ... dass es einfach wirklich nur für die Musik.

00:16:26: Ja.

00:16:26: Musik, die auch Hoffnung gibt und wie schön einfach die Leute zusammenhält.

00:16:31: Können wir uns die Konzertarbeit so vorstellen?

00:16:34: Wie hier?

00:16:35: Weil ich glaub, wir haben alle die Stiftung und das Konzern ja im Kopf.

00:16:38: Und hier finden unter der Woche auch Konzerte statt.

00:16:41: Aber ist das auf Kuba auch so?

00:16:45: Also es ist wirklich wie bei uns eben auch die Arbeit des Orchesters, die Arbeit das Dirigenten.

00:16:51: Das ist genau wie bei unseren.

00:16:55: Wenn man bei einem der Heimatorchester hier zuschaut bei den Proben, ist es genau gleich.

00:17:05: Der Dirigent ist gleich streng, gleich motivierend... Enthusiastisch, wie auch bei uns hier.

00:17:13: und auch von den Programmen sind sie irrsinnig.

00:17:16: Weil wir haben viele Kooperationen in dem Projekt was sehr schön ist, wie viele auch Wir dann mit anderen Organisationen verbunden werden oder anderen Künstlern die da auch viel Arbeit reinstecken.

00:17:31: Man kann sich das wirklich, es ist wie bei uns nur mit viel do it yourself und viel Herzblut.

00:17:39: Wie schön!

00:17:41: Auch so Mozartlastik.

00:17:42: oder was spielt das Orchester noch?

00:17:46: Viel Mozart tatsächlich.

00:17:47: Also Mozart ist wirklich sehr, sehr spannend für Sie auch weil man sagt immer wenn man sie sieht, sie tanzen Mozart, wenn sie spielen.

00:17:58: aber natürlich.

00:17:59: also sie gehen auch raus ins zeitgenössische.

00:18:02: Sie hätten ja einstudiert in die Kandate von Karim Zech.

00:18:09: Sie sind sehr offen für verschiedene Musik.

00:18:11: Sie haben mit Sarah Willis, der Hornist in der Berliner Philharmoniker ein ganzes Mozart- und Mambo-Projekt aufgenommen oder eigentlich drei Alben schon davon aufgenommen wo sie einfach diese Stile mischen und das geht auch weiter.

00:18:27: da gehen sie in andere Komponisten rein natürlich auch in lateinamerikanische Kompositionen.

00:18:34: also es sind schon sehr... Vielfältig.

00:18:38: Bisschen was haben Sie als Zugabe gegeben beim Abschlusskonzert?

00:18:41: Das war sehr schön zu sehen, ich fand es auch interessant dass sie im Stehen spielen.

00:18:45: also das hat ja auch so eine Körperlichkeit wie du es gerade beschrieben hast und Ich weiß nicht ob das bei dem Sarah Willis Projekt oder irgendwo habe ich dann auch gelesen dass jemand gesagt hätte also Mozart wäre eigentlich Kubaner.

00:18:57: Ja, das sagt Sarah Willes sagt das regelmäßig, die Mozart wäre ein guter Kubanern gewesen Da gebe ich hier recht.

00:19:04: Also diese Lebensfreude, die wir aus unseren Unterlagen, der Wissenschaft, der Wissen, der hätte sehr viel mit dem Land auch anfangen können.

00:19:16: Lateinamerika im Allgemeinen, du hast ganz am Anfang schon gesagt das Staukonzert?

00:19:21: Das waren kolumbianische Kollegen.

00:19:23: was ist das für ein Projekt?

00:19:25: Ja, das ist gemeinsam mit unserem Partner der Hilti Foundation... Arbeiten wir zusammen mit der Akademie Iberia Academy.

00:19:36: Das ist eben ein Projekt in Kolumbien, die sagen okay Musik ist für alle da.

00:19:45: Ein bisschen die Idee junge Menschen der Musik zuzuführen und so von anderen Sachen eher wegzuführen.

00:19:56: Es beginnt im Kindesalter bei ihnen und spezialisiert sich immer weiter rauf Und wir steigen dann mit den jungen Musikern im Alter von achtzehn, neunzehntzwanzig herum ein.

00:20:07: Wo dann die letzten Jahre immer Musiker kamen aus Kolumbien eben, aus diesem Orchester und dann einen Konzert bei uns in der Mozartwoche geben aber auch Masterclasses besuchen, Konzerte besuchen einfach wirklich einen vollumfassenden Aufenthalt bei uns haben um so viel wie möglich wieder mit.

00:20:29: nach Kolumbien zu nehmen.

00:20:30: Und dort spielen sie dann auch in Orchestern?

00:20:32: Genau,

00:20:32: da spielen sie... Also es ist dort das Jugendorchester spielen aber auch oft gemeinsam mit der Sinfonie von Bogota oder Medellin.

00:20:41: also da gibt's diverse Orchester mit denen Sie dann auch Kooperationen haben genau.

00:20:46: Und was haben die gesagt als du sie in das erste Mal erzählt hast dass sie in einem Bus spielen sollen?

00:20:51: Ich glaube die erste Reaktion war okay!

00:20:56: Wie können wir uns das

00:20:57: vorstellen?!

00:20:58: Aber ich war auch in Kolumbien und ich war privat schon ein paar Mal, jetzt sind Lateinamerika.

00:21:07: Dort lebt die Musik auf der Straße.

00:21:10: Und es war also im ersten Moment okay.

00:21:13: wie können wir uns das vorstellen?

00:21:14: Und nach ein bisschen erklären war's okay, das ist kein Problem, das machen wir.

00:21:21: Das war jetzt das zweite Staukonzert dieses Jahr.

00:21:25: Ja, das macht einfach nicht viel Spaß.

00:21:27: Also das ist dann ganz lustig ... wenn man dann sieht, wie sie auch aufgehen und sich anfangen, Sachen zu überlegen.

00:21:36: Du hast mir während der Fahrt erzählt, dass ihr nur eine kurze Probeanfahrt gemacht habt?

00:21:41: Also das war wirklich live-live!

00:21:44: Und die Stimmung war großartig.

00:21:46: also wir können hier einen Ausschnitt einspielen denn den habe ich ja noch von mir.

00:22:18: Was ist grundsätzlich jetzt in Aussicht?

00:22:21: Ich höre ja raus, ihr trotz der Weltlage und Musik verbindet uns.

00:22:25: Und es soll auch weitergehen.

00:22:27: Gibt's irgendwas Schönes, was du uns erzählen kannst, was ihr so plant in nächster Zeit?

00:22:32: Ja ... das geht es in eine ganz andere Richtung auf der Weltkarte gesehen.

00:22:38: Ich bin gerade mitten in den Planungen für unser Projekt in Japan.

00:22:42: Da haben wir einen Partner, dem wir auch regelmäßig besuchen.

00:22:46: Und da stecke ich gerade ganz, ganz tief in Konzertplanung und Feinabstimmung und so weiter drinnen.

00:22:54: Das wird ganz, sehr spannend.

00:22:56: auch ein schönes Projekt, wo wir es ein bisschen durchjabbern, durchtouren mit einem Trio das wir schon länger hier begleiten.

00:23:06: Das Akzo Piano-Trio wird mit uns reisen.

00:23:09: Die waren schon bei Mozarts Welt Featured Artist in einer Saison, sie waren in der Mozartwoche dabei.

00:23:15: Sie sind auch kaum mit dem Mozartwochen wieder dabei und ich freue mich dass sie jetzt im Herbst mit mir dann nach Japan reisen.

00:23:22: Wie schön!

00:23:23: Und du kommst ja auch viel rum durch deinen Job oder?

00:23:25: Ja das ist der große Luxus.

00:23:28: also es macht echt viel Freude.

00:23:30: Also man hat nicht so viel Zeit, so viel zu sehen wie man glauben möchte.

00:23:34: Aber man bekommt schon einen intensiveren und anderen Eindruck von einem Land und auch von den Leuten weil man wirklich sehr viel mit lokalen Menschen zusammenarbeitet die einem einfach einen anderen Eindruck geben wie wenn man jetzt nur als Tourist das Land besuchen würde und dass es super schön ist eine echte Bereicherung.

00:23:52: Und was würdest du aus deiner Erfahrung sagen?

00:23:55: Andere Kulturkreise zelebrieren die Mozart anders, nehmen sie ihn anders wahr oder sind wir da auch am Ende des Tages?

00:24:01: alle bewundern gleich?

00:24:04: Ich glaube, die Intensität ist manchmal anders.

00:24:10: Man spürt diese Begeisterung einfach in den Kulturkreisen.

00:24:13: also wenn man nach Japan kommt es ist eine richtige Ehrfurcht was total schön ist während in Lateinamerika und in Kuba eben ein bisschen ein spielerischer Zugang gesucht wird dazu.

00:24:27: Und das ist eigentlich so schön zu sehen, wie unterschiedlich dieser Mensch Mozart dann doch weltweit eigentlich die Leute berührt und bewegt und animiert dann doch so große Sachen eigentlich immer zum Vollbringen.

00:24:42: Wenn du dir jetzt was wünschen dürftest und wir gehen jetzt mal ein bisschen weg, was da gerade in der verrückten Welt alles passiert.

00:24:50: aber Gibt es irgendwie ein Land, einen Kulturkreis?

00:24:54: Ein Kontinent wo du sagst da gab's noch nichts.

00:24:57: Da würde ich wahnsinnig gerne mal mit Mozart eintauchen und schauen was da geht.

00:25:01: Ja ist das den afrikanischen Kontinent der reizt mich da... Da haben wir noch nicht so viele Kontaktpunkte.

00:25:12: Weil bei seinem Projekt ist es immer wichtig, dass man einen guten und starken Partner an der Seite hat, der mit einem gemeinsam arbeitet und das gemeinsam ermöglichen kann wie wir's eben in Kuba, in Kolumbien und in Amerika mit dem Morgenlibrary und unseren Freundesvereinen haben aber auch eben in Japan.

00:25:32: Und sowas wäre dann eigentlich natürlich noch spannend weil damit hätten Die Kontinente ein bisschen erschlossen.

00:25:39: Wir drücken ganz fest die Daumen, dass das bald klappt!

00:25:43: Wenn Sie Lust bekommen haben, die lateinamerikanischen Interpretationen von Mozart zu hören – bei der nächsten Mozartwoche – sind die Freunde aus Lateinamerika natürlich wieder mit dabei.

00:25:54: Alle Informationen zu den Projekten haben wir auch noch mal für siehenden Show Notes zusammengestellt.

00:25:59: Und wenn Ihnen unser Ausflug nach Lateinamerika gefallen hat, freuen wir uns, wenn Sie uns weiter auf unserer spannenden Reise durch das Mozart-Universum begleiten und diesen Podcast abonnieren!

00:26:09: Ich bin Larissa Schütz – bis zum nächsten

00:26:18: Mal!

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